← Guides & Conseils CBD

Ist CBD in Österreich legal?

Ist CBD in Österreich legal?

Kurze Antwort: Ja, CBD ist in Österreich legal, sofern es aus Nutzhanf stammt und der THC-Grenzwert von 0,3 % eingehalten wird. Cannabidiol wirkt nicht psychoaktiv und fällt daher nicht unter das österreichische Suchtmittelgesetz. Österreich war sogar einer der Pioniermärkte für CBD in Europa: Spezialisierte Shops eröffneten in Wien, Graz und Innsbruck bereits in den Jahren 2017–2018. Das Land hat aber auch seine Besonderheiten: Ein Erlass vom Dezember 2018 schränkt Lebensmittel und Kosmetika mit CBD stark ein, und seit 2025 unterliegen Hanfblüten zum Rauchen dem Tabakmonopol und werden in der Trafik verkauft. Hier der Überblick, Abschnitt für Abschnitt.

Die Rechtslage von CBD in Österreich

CBD (Cannabidiol) ist ein nicht psychoaktives Cannabinoid aus der Hanfpflanze (Cannabis sativa L.). In Österreich ist es nicht als Suchtgift eingestuft: Es fällt nicht unter das Suchtmittelgesetz (SMG), das Bundesgesetz über Suchtgifte und psychotrope Stoffe. Streng geregelt bleibt hingegen THC, der psychoaktive Wirkstoff der Cannabispflanze. Die Faustregel ist klar: Hanfprodukte sind zulässig, wenn ihr THC-Gehalt 0,3 % nicht überschreitet – ein Grenzwert, der sich an den EU-Regeln für Nutzhanf orientiert. In der Praxis sind Öle, Blüten, Harze und Kosmetika seit Jahren am österreichischen Markt erhältlich, solange diese Obergrenze eingehalten wird. Den Unterschied zwischen den beiden Molekülen erklärt unser Guide CBD oder THC: die Unterschiede.

Die österreichische Besonderheit: der Erlass vom Dezember 2018

Im Dezember 2018 veröffentlichte das österreichische Gesundheitsministerium (BMASGK) einen Erlass, der den heimischen Markt nachhaltig geprägt hat. Demnach fallen Cannabinoid-Extrakte in Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln unter die EU-Novel-Food-Verordnung und dürfen ohne vorherige Zulassung nicht in Verkehr gebracht werden. Der Erlass betrifft auch Kosmetika mit Cannabisextrakten, deren Inverkehrbringen als nicht EU-konform eingestuft wurde. Die ganz konkrete Folge: In Österreich werden CBD-Öle meist als Aromaprodukte („Aromaöl“) verkauft, mit dem Hinweis „nicht zum Verzehr geeignet“. Der Erlass wurde von mehreren Parteien und der Hanfbranche kritisiert, prägt aber bis heute die Aufmachung von CBD-Produkten im Land.

CBD und „Novel Food“: der Fall der essbaren Produkte

Auf europäischer Ebene fallen Lebensmittel mit extrahiertem Cannabidiol unter die Verordnung (EU) 2015/2283 über neuartige Lebensmittel („Novel Food“), abrufbar auf eur-lex.europa.eu. Konkret darf ein Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel mit CBD erst nach einer Zulassung durch die Europäische Kommission auf Basis einer Sicherheitsbewertung in Verkehr gebracht werden. Mehrere Anträge werden derzeit geprüft, eine allgemeine Zulassung für CBD als Lebensmittelzutat gibt es aber noch nicht. Österreich legt diese Regel seit dem Erlass von 2018 besonders streng aus: Bonbons, Getränke oder Kapseln mit CBD sind als Lebensmittel nicht verkehrsfähig. Deshalb konzentriert sich das österreichische Angebot auf Blüten, Aromaextrakte und Rohprodukte statt auf Esswaren.

Und die CBD-Blüten? Die Wende von 2025

CBD-Blüten mit niedrigem THC-Gehalt wurden lange frei in österreichischen Fachgeschäften verkauft, oft als Aromablüten, die nicht zum Verzehr bestimmt sind. 2025 hat sich die Lage geändert: Mit einem Erkenntnis vom Frühjahr 2025 (Ro 2024/16/0006) entschied der Verwaltungsgerichtshof, dass Hanfblüten, die zum Rauchen bestimmt sind, auch unter 0,3 % THC als Rauchtabak gelten und der Tabaksteuer unterliegen. Damit fallen sie zugleich unter das österreichische Tabakmonopol: Seit dem 21. Juli 2025 läuft der Einzelverkauf über die konzessionierten Trafiken, beliefert von behördlich bewilligten Großhändlern, und der Versandhandel mit diesen Produkten ist wie bei Tabak eingeschränkt. Die Blüten bleiben also legal – sie sind kein Suchtgift –, aber ihr Vertriebsweg ist nun streng geregelt, eine in Europa einzigartige Situation. Der Kontrast zum Nachbarland Deutschland ist deutlich: Dort hat sich der Markt seit 2024 eher gelockert.

Der EU-Rahmen: das „Kanavape“-Urteil und der freie Warenverkehr

Das juristische Fundament des europäischen CBD-Markts ist das „Kanavape“-Urteil (Rechtssache C-663/18) des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 19. November 2020, abrufbar auf curia.europa.eu. Der Gerichtshof stellte fest, dass CBD, das aus der gesamten Hanfpflanze gewonnen wird, kein Suchtgift im Sinne der internationalen Übereinkommen ist und dass ein Mitgliedstaat den Verkauf von in einem anderen Mitgliedstaat rechtmäßig hergestelltem CBD nicht verbieten darf, sofern kein reales Risiko für die öffentliche Gesundheit nachgewiesen wird. Dieser Grundsatz des freien Warenverkehrs kommt auch österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten zugute, vor allem bei Produkten, die nicht vom Tabakmonopol erfasst sind. Er hindert einen Staat jedoch nicht daran, die Verkaufsmodalitäten auf seinem Gebiet zu regeln – Österreich zeigt das bei den Blüten. In Frankreich legt zum Vergleich der Erlass vom 30. Dezember 2021 den THC-Grenzwert von 0,3 % fest (Text auf legifrance.gouv.fr).

CBD entspannt kaufen

Alle Produkte von Golden CBD sind laborgeprüft, enthalten weniger als 0,3 % THC und werden diskret in Europa versandt. Für Österreich gilt seit 2025 ein zusätzlicher Reflex: Prüfe die aktuell geltenden Regeln für die jeweilige Produktkategorie, besonders bei Blüten zum Rauchen, die nun dem Tabakmonopol unterliegen. Ansonsten bleiben die Grundregeln gleich: den angegebenen THC-Gehalt kontrollieren, Analysezertifikate einsehen, einen Anbieter wählen, der die Herkunft des Hanfs transparent macht, und Produkte mit Heilsversprechen meiden – CBD gehört zu Wohlbefinden und Entspannung, nicht zur Medizin. Mehr zum Versand in unserem Guide Rechtslage und CBD-Versand; entdecke außerdem unsere Harze & Hash und unsere Bestseller.

FAQ – CBD und Rechtslage in Österreich

Ist CBD in Österreich legal?

Ja. Nicht psychoaktives CBD aus Nutzhanf fällt nicht unter das Suchtmittelgesetz, solange der THC-Gehalt 0,3 % nicht überschreitet. Für einzelne Kategorien wie Lebensmittel und Blüten zum Rauchen gelten allerdings besondere Verkaufsregeln.

Wie hoch ist der erlaubte THC-Grenzwert?

Der Referenzwert liegt bei 0,3 % THC, angelehnt an die EU-Regeln für Nutzhanf. Darüber greift das Suchtmittelrecht.

Macht CBD high?

Nein. CBD wirkt im Gegensatz zu THC nicht psychoaktiv. Es erzeugt kein „High“.

Kann man in Österreich CBD-Blüten kaufen?

Ja, aber der Vertriebsweg hat sich geändert: Seit einem Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs und der Anwendung des Tabakmonopols ab dem 21. Juli 2025 werden Hanfblüten zum Rauchen (THC ≤ 0,3 %) in konzessionierten Trafiken verkauft; der Versandhandel ist eingeschränkt.

Sind CBD-Öle und -Lebensmittel erlaubt?

Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel mit CBD dürfen ohne EU-Novel-Food-Zulassung nicht verkauft werden – so ein Erlass vom Dezember 2018. CBD-Öle werden daher meist als Aromaprodukte angeboten, die nicht zum Verzehr bestimmt sind.

Kann sich die Rechtslage ändern?

Ja. Der österreichische Rahmen hat sich 2025 mit der Eingliederung der Blüten ins Tabakmonopol stark bewegt, und das EU-Novel-Food-Dossier entwickelt sich weiter. Prüfe vor dem Kauf immer die aktuell geltenden Regeln.

Allgemeine Informationen, aktuell zum Zeitpunkt der Veröffentlichung; sie stellen keine Rechtsberatung dar. Die Rechtslage ändert sich: Informiere dich über die vor Ort geltenden Regeln. CBD ist kein Arzneimittel und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Produkt nur für Erwachsene.